Die Konstruktion des religiösen Gedächtnisses zwischen Kollektivität und Authentizität

Ein Fallbeispiel zweier muslimischer junger Frauen

Autor/innen

  • Evrim Erşan Akkılıç Universität Wien

Schlagworte:

kollektives Gedächtnis, religiöses Gedächtnis, Migration, dokumentarische Methode, muslimische Jugendliche

Abstract

Allgemein erleben die interdisziplinären und transnationalen Memory Studies zur Zeit große Aufmerksamkeit. Allerdings sind Forschungen zu Migration und Erinnerung in der Memory Forschung relativ neu. Dieser Beitrag behandelt die Konstruktion des religiösen und kollektiven Gedächtnisses in ihrer wechselseitigen Interaktion miteinander und richtet den Blick besonders auf die Rolle der Religion im Alltag muslimischer Jugendlicher. Die zentrale Fragestellung, wie sich das religiöse Gedächtnis der muslimischen Jugendlichen in einem nicht-muslimischen Kontext/einer nicht-muslimischen Gesellschaft entwickelt, wird anhand einer Gruppendiskussion, die mit zwei jungen muslimischen Frauen in Wien durchgeführt wurde, analysiert. Die Analyse der Gruppendiskussion legt die Schlussfolgerung nahe, dass sich die Lebenswirklichkeiten der Jugendlichen in der Kreuzung der hegemonialen Praktiken der sogenannten Mehrheitsgesellschaft, der kollektiven Vorstellungen der religiösen Gruppen sowie der eigenen Lebensentwürfe bilden, die wiederum bei der Konstruktion des religiösen Gedächtnisses sichtbar sind.

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Veröffentlicht

2021-11-28

Zitationsvorschlag

Erşan Akkılıç, E. (2021). Die Konstruktion des religiösen Gedächtnisses zwischen Kollektivität und Authentizität: Ein Fallbeispiel zweier muslimischer junger Frauen. Pädagogische Horizonte, 4(1), 13–22. Abgerufen von https://paedagogische-horizonte.at/index.php/ph/article/view/176