Professionalisierung durch Reflexion als Grundlage organisationalen Lernens von Schulen

PAROLS als Labor reflexiver Praxisforschung

Autor/innen

  • Sarah Mayr Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz image/svg+xml
  • Edna Imamovic Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz image/svg+xml
  • Elisabeth Oberreiter Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz image/svg+xml
  • Gerda Reisinger Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz image/svg+xml
  • Stefan Zehetmeier Universität Klagenfurt image/svg+xml

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-02-14

Schlagwörter:

Aktionsforschung, Supervision, organisationales Lernen in Schulen, 4I-Modell

Abstract

Der Beitrag präsentiert PAROLS (Professionalisation – Action Research – Organisational Learning – Schools) als Rahmen und Methode reflexiver Praxisforschung, die Schulentwicklung nicht (nur) implementiert, sondern forschend begleitet und Übergänge zwischen individueller, kollektiver und organisationaler Ebene rekonstruktiv sichtbar macht. Ausgangspunkt ist, dass professionelles Handeln im schulischen Kontext von Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und organisationaler Komplexität geprägt ist und systematischer Reflexion bedarf (Schön, 1983). Reflexion fungiert als Zugang, der berufliche Erfahrungen bearbeitbar macht und Lernprozesse auf allen Ebenen empirisch zugänglich werden lässt (Dewey, 1933; Schön, 1983). Das 4I Modell fungiert hierbei als Heuristik, um „Feed forward  und Feedback Bewegungen“ sowie Übergänge zwischen „Intuiting/Attending“, „Interpreting“, „Integrating“ und (sofern realisiert) „Institutionalizing“ nachzuzeichnen (Crossan, Lane, & White, 1999; Zietsma, Winn, Branzei, & Vertinsky, 2002). Das PAROLS LAB (kurz: LAB) richtet sein Erkenntnisinteresse auf die Frage, wie organisationales Lernen im Feld (Hoch )Schule beforscht werden kann und wie unterschiedliche theoretische und methodische Wege kombiniert werden können, um diese Übergänge empirisch zu rekonstruieren. Die „doppelte Lernbewegung“ des LAB wird mit dem Konzept des „Deutero Lernens“ verknüpft, dabei dient Double Loop Learning als methodischer Anknüpfungspunkt zur Reflexion handlungsleitender Annahmen (Argyris & Schön, 1978, 1996). Beobachtung und Beteiligung sind in einer rekursiven, aktionsforschend gerahmten Architektur systematisch verschränkt. Die Ergebnisse der Analyse fließen in Beratung und Lehre zurück und stellen die Weichen für neue Zugänge zum Feld und Forschungspraktiken (Elliott, 1991; Altrichter, Posch, & Spann, 2018).

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Veröffentlicht

2026-10-30

Zitationsvorschlag

Professionalisierung durch Reflexion als Grundlage organisationalen Lernens von Schulen: PAROLS als Labor reflexiver Praxisforschung. (2026). Pädagogische Horizonte, 10(2), 231–244. https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-02-14