Kritisches Kulturverständnis und postkoloniales Problembewusstsein.

Bildungsethische Perspektiven

Autor/innen

  • Elisabeth Zissler Universität Wien / KPH Wien/Krems

Schlagworte:

Kultur, Kulturtheorien, Cultural Turn, Postkolonialismus, ethische Bildung

Abstract

Dem folgenden Beitrag liegt die Frage zugrunde, auf welches Verständnis von »Kultur« rekurriert wird, wenn im Bildungskontext von „kulturellen Differenzen“ oder „kulturellen Konflikten“ gesprochen wird. Empirische Befunde zeigen, dass kultur-essenzialistische Zuschreibungen und hegemoniale Vorstellungen die jeweiligen Handlungsspielräume betroffener Individuen verfestigen können und sich infolgedessen unterschiedliche Chancen zur sozialen Teilhabe und individuellen Lebensgestaltung ergeben. Die alltagssprachliche Verwendung des Kulturbegriffs gilt es vor dem Hintergrund des Cultural Turn und der Hervorbringung anti-essenzialistischer Kulturkonzepte kritisch zu reflektieren und für ein postkoloniales Problembewusstsein zu sensibilisieren. Der Beitrag plädiert dafür, theoretische Überlegungen des Postkolonialismus sowie kritische Reflexionen zum Kulturbegriff bzw. zur Kulturtheorie im Bildungskontext miteinzubeziehen. Auf diese Weise können kulturalistische Fremdzuschreibungen und damit einhergehende Exklusionsmechanismen aufgebrochen werden.

Downloads

Veröffentlicht

2021-11-28

Zitationsvorschlag

Zissler, E. (2021). Kritisches Kulturverständnis und postkoloniales Problembewusstsein.: Bildungsethische Perspektiven. Pädagogische Horizonte, 4(1), 127–140. Abgerufen von https://paedagogische-horizonte.at/index.php/ph/article/view/172