Supervision im pädagogischen Kontext als Anknüpfungspunkt für organisationales Lernen

Motive und wahrgenommene Wirkungen

Autor/innen

  • Harald Reibnegger PPH der Diözese Linz
  • Elisabeth Oberreiter
  • Bernhard Mittermayr
  • Birgit Kremsmayr

Schlagworte:

Supervision, Organisationsentwicklung, Schulentwicklung, Organisationales Lernen

Abstract

Schule ist ein System, in dem nicht nur Schüler/-innen lernen, sondern das selbst auch lernen muss, damit sie auf Herausforderungen mit geeigneten Veränderungen reagieren kann (Rolff, 2016). Supervision als arbeitsweltbezogene Reflexionsform unterstützt Einzelne oder Gruppen bei der Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben mit dem Ziel die Arbeitsaufgaben des Einzelnen, des Teams und der Gesamtorganisation abzustimmen und zu verbessern (Siller, 2008, Pühl, 2017). Im Beitrag wird das Forschungsprojekt MOWIS (Motive für und wahrgenommene Wirkungen von Supervision) vorgestellt, das in einem Mixed-methods-Design die Motive für und die wahrgenommenen Wirkungen von Supervision mit speziellem Fokus auf organisationales Lernen untersucht. Für die quantitative Studie (Ngesamt=652) wurden eigene Erhebungsinstrumente entwickelt. Faktorenanalytisch konnten sechs Faktoren extrahiert werden, die sich inhaltlich in folgende fünf Bereiche einteilen lassen: Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen, Kooperation- und Kommunikation, Psychohygiene und Person der Supervisorin/des Supervisors. Die daraus erstellten Skalen weisen eine innere Konsistenz (cronbachs-α) von .91 bis .52 auf. Im qualitativen Teil der Studie wurden Experteninterviews durchgeführt, die inhaltsanalytisch (Mayring, 2010) ausgewertet werden. Im Beitrag werden die dafür deduktiv entwickelten Kategorien vorgestellt. Abschließend werden die Stichprobe, erste deskriptive Ergebnisse, die Limitationen der Studie und ein Ausblick auf die weiteren Auswertungsschritte gezeigt.

Veröffentlicht

2020-12-02

Ausgabe

Rubrik

Erziehungswissenschaftliche Beiträge