Die Feldforschungs-Pyramide

Ein integratives Modell für Ethik, Methodik und persönliche Voraussetzungen in der Bildungsforschung

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-02-06

Schlagwörter:

Feldforschung, Bildungsforschung, Ethik, CUDOS-Prinzipien, Heuristik

Abstract

Wie lässt sich wissenschaftliche Integrität in der konkreten Praxis pädagogischer Feldforschung verwirklichen? Dieser Beitrag versucht, diese Frage durch die Entwicklung eines integrativen Pyramidenmodells zu beantworten, das die praxisnahen ‚10 Gebote der Feldforschung‘ von Roland Girtler (2009) und die universellen CUDOS-Prinzipien der Wissenschaftsethik von Robert K. Merton (1973) systematisch verbindet und strukturiert. Durch das hier entwickelte dreistufige Pyramidenmodell (ethisch, methodisch, persönlich) wird ein heuristischer Rahmen hergestellt. Es wird argumentiert, dass erst das synergetische Zusammenspiel dieser drei Ebenen eine gelingende und verantwortungsvolle Forschung in Bildungskontexten ermöglicht. Das Modell übersetzt die abstrakten ethischen Normen Mertons und die Praxismaxime Girtlers in eine anwendungsorientierte Struktur zur Planung, Durchführung und Reflexion von Forschungsarbeiten. Damit bietet die Pyramide ein didaktisches Instrument vor allem für die Aus-, Fort- und Weiterbildung für Pädagog:innen in der empirischen Bildungsforschung an, um angehende Forscher:innen an (Fach-)Hochschulen für die Mehrdimensionalität ihres Handelns zu sensibilisieren. Das Fazit betont die Relevanz der bewussten Einbeziehung aller drei Ebenen für eine verantwortungsvolle Forschung.

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Veröffentlicht

2026-10-30

Zitationsvorschlag

Die Feldforschungs-Pyramide: Ein integratives Modell für Ethik, Methodik und persönliche Voraussetzungen in der Bildungsforschung. (2026). Pädagogische Horizonte, 10(2), 87–100. https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-02-06