Armutssensible Familienbildung in elementarpädagogischen Einrichtungen

Ein theoretischer Überblick

Autor/innen

  • Monika Ude Pädagogische Hochschule Niederösterreich

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2024-01-08

Schlagworte:

Familienbildung, Elementarpädagogik, armutssensibles Handeln, Kinderarmut

Abstract

Derzeit besuchen 51 000 armutsbetroffene Kinder zwischen 0 und 4 Jahren eine elementare Bildungseinrichtung (Statistik Austria, 2023, S. 108) und hier stellt sich die Frage, wie armutsbetroffene Familien in elementaren Bildungseinrichtungen durch armutssensible Familienbildung begleitet werden können. Elementarpädagogische Fachkräfte sind in ihrem Berufsalltag mit den Auswirkungen von Armut auf Kinder und deren Familien konfrontiert und benötigen neben einer professionellen pädagogischen Haltung auch Wissen über die aktuelle Armutslage der Gesellschaft. Familienbildung fokussiert auf eine ganzheitliche Bildung von Familien unter besonderer Berücksichtigung ihrer jeweiligen Lebenswelt und ihren Lebensverhältnissen (Fischer, 2021, S. 53). Elementare Bildungseinrichtungen mit guten pädagogischen Qualitätsstandards können zur Kompensation von Armutsfolgen beitragen und bilden einen wertvollen Schutzfaktor für Kinder in Armutslagen (Albers, 2015, S. 18; David & Klein, 2024, S. 88; Keßel, 2020, S. 62; Weigelt, 2011, S. 5). Armutsprävention ist jedoch eine Thematik, welcher strukturell auf politischer Ebene begegnet werden muss, und stellt eine gesellschaftliche Verpflichtung dar. Elementare Bildungseinrichtungen können hier im begrenzten Rahmen wirken, dennoch muss „Armutssensibilität ein pädagogischer Anspruch“ (Keßel, 2020, S. 62) sein.

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Veröffentlicht

2024-06-12